BEREICH AEROSPACE

1990

ENTSTEHUNG

 

Die Geschichte von J&S beginnt mit der italienischen Luftwaffe. Das Unternehmen erbringt die technische Assistenz für mehrere Spirometrie-Geräte, die im Flugtestzentrum „Centro Sperimentale Volo (CSV)” verwendet werden.

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VERTRAUEN

 

Angesichts der ausgezeichneten technischen Bewertung im Flugtestzentrum wird das Unternehmen J&S mit der Entwicklung des „Tilt Table“ beauftragt. Dieses Gerät ist für Studienzwecke bestimmt, um das Herz-Kreislaufsystem und das Gleichgewichtsorgan von Piloten bei der Fallbeschleunigung (die einen Druckanstieg im Verhältnis zur Körpermasse bewirkt) zu untersuchen.

1992
1993

ERFOLG

 

Der „Tilt Table“ wird geliefert und in der „Aeronautic and Aerospace Medicine Research and Study Air Division (DASRS)” in Pratica di Mare (Pomezia, Rom) eingesetzt (verantwortlicher Ingenieur für das Projekt: Oscar Adriani).

1998

J&S arbeitet weiterhin mit der italienischen Luftwaffe zusammen und ist für die Assistenz für diverse Geräte verantwortlich, bis das Unternehmen dann den Auftrag erhält, einige Komponenten eines Lower Body Positive/Negative Pressure Systems für den Druck im Unterkörper vollständig zu prüfen und neu zu planen (dabei handelt es sich um ein Gerät, mit dem die Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem in unterschiedlichen Simulationen der Hämodynamik in Bezug auf die positive und negative Fallbeschleunigung untersucht werden).

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Dank der umfassenden Neuplanung der Hard- und Software durch J&S (verantwortlicher Ingenieur für das Projekt Oscar Adriani) ist das Lower Body Positive/Negative Pressure System wieder operativ und vollkommen funktionstüchtig und wird an das „Aeronautic and Aerospace Medicine Research and Study Air Division (DASRS)” in Pratica di Mare (Pomezia, Rom) geliefert.

J&S erhält den Auftrag, ein Gerät für die Studie und Forschung in Bezug auf die Behandlung der Kinetose (neurologische Beschwerden, an denen manche Menschen bei rhythmischen und unregelmäßigen Bewegungen des Körpers leiden) zu entwickeln.

So entsteht der „Vertical Acceleration Programmable Chair“. Dieses Gerät verursacht bei einer Person, die unterschiedlichen niederfrequenten Beschleunigungen ausgesetzt wird, Reaktionen des Gleichgewichtsorgans und des propriozeptiven Systems.

2001
2003

Der „Vertical Acceleration Programmable Chair“ wird dem Flugtestzentrum (CSV) in Pratica di Mare (Pomezia, Rom) übergeben. Gemeinsam mit dem Flugtestzentrum und den Ansprechpartner Oberst Lucertini und Oberst Lugli werden die italienischen Rehabilitationsgeräte an Systemen für Flugbeschwerden entwickelt (verantwortlicher Ingenieur für das Projekt Oscar Adriani).

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Die italienische Luftwaffe ruft eine Ausschreibung für den Erwerb eines Schleudersitz-Trainers für die einzigen 3 Unternehmen auf der Welt aus, die in der Lage sind, ein solches Trainingsgerät zu entwickeln: ETC (aus Amerika), AMST (aus Österreich) und J&S (aus Italien).
Das Unternehmen J&S erhält den Zuschlag dank eines revolutionären Systems mit Sensoren zur Druckmessung, die die Konzeption des Trainings in kritischen Stresssituationen für Körper und Geist in das Erinnerungsvermögen des Körpers verlagern.

2004
2006
Der Schleudersitz-Trainer, der vollständig von J&S entwickelt, konzipiert und hergestellt wurde (verantwortlicher Ingenieur für das Projekt Oscar Adriani), wird dem Flugtestzentrum übergeben.

Nach diesem jüngsten Erfolg im Bereich der Luft- und Raumfahrt wird J&S im Hinblick auf eine mögliche Partnerschaft von ETC kontaktiert, einem führenden amerikanischen Unternehmen mit Niederlassungen auf der ganzen Welt. Nach den ersten Kontakten mit dem Verantwortlich für Europa, Allan Firth, begibt sich der Präsident (CEO) der ETC, Bill Mitchell, direkt nach Rom. Nach seinem Aufenthalt in Rom, dem Besuch des Unternehmens und der Inspektion aller Geräte von J&S in Pratica di Mare erkennt dieser die Effizienz und Innovationen von Ing. Oscar Adriani und somit der J&S an.

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Im gleichen Zeitraum denkt J&S an die Entwicklung eines anderen Gerätes, das bis dahin ausschließlich den weltweit größten Luft- und Raumfahrtunternehmen zur Verfügung stand: die menschliche Zentrifuge (eine Maschine, mit dem der Körper der Piloten einer Fallbeschleunigung von 11G ausgesetzt wird). Die große Innovation, die J&S in diesem Gebiet einführen will, ist die Entwicklung einer menschlichen Zentrifuge mit einem Magnetschwebesystem.

 

Hierbei handelt es sich nicht nur um eine Maschine mit zukunftsweisender innovativer Technologie, sondern auch um ein System, mit dem man zum einen viel weniger Energie verbrauchen würde als die Zentrifugen, die gegenwärtig in den Luft- und Raumfahrtzentren der Welt angewendet werden, und das andererseits sehr viel höhere Sicherheitsstandards als bisher gewährleisten kann.

 

Da es sich um das erste Gerät weltweit handelt, das mit dieser Technologie realisiert wird, würde die elektromagnetische menschliche Zentrifuge zum Aushängeschild für die weltweite Luft- und Raumfahrtmedizin werden.

2007
2008
2009
2010

J&S entwickelt, konzipiert und stellt die CFG15H – Traditional Centrifuge her.

 

Bei dem Gerät handelt es sich um eine Zentrifuge, die dazu dient, Flugzeugkomponenten bei echten Flügen dem Beschleunigungsstress zu unterziehen und diese dann zu analysieren. Die Zentrifuge erzeugt Beschleunigungen zwischen 0 und 15 G. Sie wurde auf Anfrage des 2. Logistikkommandos der Luftwaffe an die 6. Abteilung für Hubschrauberwartung übergeben und ist derzeit dort im Einsatz (verantwortlicher Ingenieur für das Projekt Oscar Adriani).

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J&S entwickelt, konzipiert und stellt ein System mit sauerstoffarmen Mischungen (SMO) her, um bei Piloten eine Hypoxie (Sauerstoffmangel) in der Höhe zu simulieren. Dieses System ist derzeit in der Abteilung für Luft- und Raumfahrtmedizin des Flugtestzentrums in Pratica di Mare, Rom im Einsatz (verantwortlicher Ingenieur für das Projekt Oscar Adriani).

Im selben Jahr entwickelt, konzipiert und stellt J&S „D-LOG2“ her, ein Gerät zur Aufzeichnung der Parameter in Bezug auf die Mischung und den Verbrauch von Sauerstoff von Piloten unter verschiedenen Flugbedingungen. Dieses Gerät ist derzeit in der Abteilung für Luft- und Raumfahrtmedizin des Flugtestzentrums in Pratica di Mare, Rom im Einsatz (verantwortlicher Ingenieur für das Projekt Oscar Adriani).

2012

Da solche Geräte und Maschinen Kosten verursachen, die nicht alle europäischen Luftwaffen bereit sind auszugeben, existieren zwischen den diversen Luftwaffen Austauschprogramme für die Ausbildung und das Training der Piloten an den unterschiedlichen Geräten. In der Tat hat das Flugtestzentrum in Pratica di Mare den Ruf, ein ausgezeichnetes technologisches Referenzzentrum für das generelle Training zu sein, da es über vielseitige Ausrüstungen verfügt, die bei der Ausbildung und Analyse der physiologischen Systeme des Piloten in Bezug auf die Qualität ausschlaggebend sind.

Eine gute Ausbildung ist aus mehreren Gründen wichtig. Einer der Gründe dafür ist, dass die Ausbildung eines Piloten sehr aufwendig ist. Sollte er verunglücken, zum Beispiel beim Auslösen des Schleudersitzes, ohne auf diese Situation (mit einem Schleudersitz-Trainer) entsprechend vorbereitet zu sein, könnte der Pilot schwere Verletzungen erleiden, sodass er für den Rest seines Lebens nicht mehr fliegen kann, oder es in einem günstigeren Fall einer langen Genesungszeit bedarf, in der er seine Tätigkeit als Pilot nicht ausüben kann. Dies hätte auch einen wirtschaftlichen Schaden zur Folge, weil seine aufwendige Ausbildung keinen Nutzen mit sich bringen würde.